Bronkhorst

Top 5 FAQ über thermische Massendurchflussmesser der MASS-VIEW®-Serie

25. Mai 2021 Frank Doornbos
Genauigkeit der MASSVIEW Durchflussmesser

In meinem letzten Blog-Beitrag „Der digitale Schwebekörper-Durchflussmesser des 21. Jahrhunderts" habe ich über unsere MASSVIEW®-Durchflussmesser Serie berichtet, die eine digitale Alternative zu den herkömmlichen Schwebekörper-Durchflussmessern und anderen Volumenstrommessern darstellen. Heute möchte ich Ihnen die fünf häufigsten Fragen zu diesen thermischen Massendurchflussmessern beantworten, die wir oft von unseren Anwendern erhalten:

Die 5 häufigsten Fragen zu MASS-VIEW® Durchflussmessern:

  1. Kann ein MASS-VIEW® Durchflussmesser für Gasgemische eingesetzt werden?
  2. Kann die MASS-VIEW-Serie auch bei Vakuumprozessen benutzt werden?
  3. Wird die Genauigkeit meines Durchflussmessers durch Staub, Feuchtigkeit oder Öldämpfe im Prozessgas beeinträchtigt?
  4. Wie oft sollten die Instrumente kalibriert werden?
  5. Wie werden die Alarmsignale angeschlossen?

1. Kann ein MASS-VIEW® Durchflussmesser für Gasgemische eingesetzt werden?

Seit der Markteinführung dieser digitalen Durchflussmesser Serie wurde ich immer wieder gefragt, ob die MASS-VIEW®-Instrumente für Gasgemische oder Gase, die nicht standardmäßig im Gerät hinterlegt sind, geeignet sind. Die bereits vorinstallierten Gase sind die Gase, für die MASS-VIEW®-Instrumente am häufigsten im Einsatz sind. Trotzdem sind die medienberührten Teile und Dichtungen im Instrument so gewählt, dass auch andere Gase oder Gasmischungen mit dem Instrument gemessen werden können.

Generell ist es möglich, mit dem kostenlosen Online-Berechnungstool 'FLUIDAT® on the Net' einen festen Umrechnungsfaktor für die Messung mit einem MASS-VIEW zu berechnen. Dies ist eine Möglichkeit. Zusätzlich bietet Mass Flow ONLINE eine benutzerfreundlichere Lösung, die so genannte FluidAdd, hier wird eine zusätzliche Kurve direkt im Instrument hinterlegt.

Funktionsprinzip der digitalen Durchflussmesser

Funktionsprinzip der digitalen MASS-VIEW Durchflussmesser

Mit FluidAdd kann eine der im Gerät fest hinterlegten Kurven überschrieben werden, es werden dafür verschiedene Angaben vom Anwender benötigt:

  • Konversionsfaktor: Die Berechnung des Konversionsfaktors kann mittels FLUIDAT® on the Net erfolgen, hierbei wird das CFMassView-Modul verwendet.
  • Standard Dichte: Die Standarddichte kann mit FLUIDAT® on the Net ermittelt werden. Die Dichte wird benötigt, um den Massendurchfluss zu berechnen und ermöglicht eine Angabe des Durchflusses unter Normbedingungen (z.B. ln/min oder mln/min) oder einen Massendurchfluss (z.B. g/h) zu berechnen.
  • Seriennummer des verwendeten Instrumentes: Die Seriennummer ist nötig, damit die neue Kurve dem Instrument korrekt zugeordnet werden kann.
  • Kundenbezeichnung des Gases: Diese Bezeichnung wird in der Auswahlliste der hinterlegten Gase angezeigt.
Die neue Kurve wird dem Anwender per E-Mail zugesandt, mit der FluidAdd Software kann die Kurve dann im entsprechenden Instrument hinterlegt werden.
MASS-VIEW Durchflussmesser Anwendung
MASS-VIEW Anwendung

2) Kann die MASS-VIEW-Serie auch bei Vakuumprozessen benutzt werden?

Um diese Frage richtig zu beantworten, müssen wir uns zunächst mit der Physik von Gasen beschäftigen. In der Physik und in der Technik ist ein Massendurchfluss eine Menge/Masse einer Substanz, die pro Zeiteinheit fließt. Wenn wir jetzt einen Durchfluss im Vakuum betrachten, so ist klar, dass die Durchflussmenge sehr viel höher sein muss, um ein bestimmte Masse des Gases zu transportieren.

Da die MASS-VIEW-Serie mit dem direkten thermischen Messprinzip arbeitet, kann die Kombination aus dem strukturellen Aufbau des Instrumentes und der deutlich erhöhten Volumenstrom des Gases bei subatmosphärischen Bedingungen unerwartete Effekte auf die Messung haben. Daher kann die Verlässlichkeit der Messung subatmosphärischen Bedingungen nicht gewährleistet werden.

3) Wird die Genauigkeit meines Durchflussmessers durch Staub, Feuchtigkeit oder Öldämpfe im Prozessgas beeinträchtigt?

Feuchte Luft kann z.B. auch als Gemisch aus Luft und Wasserdampf aufgefasst werden, dazu können Fremdstoffe wie Staub oder Öldämpfe im Prozessgas enthalten sein. Die physikalischen Eigenschaften dieser Gemische weichen zum Teil erheblich von denen reiner, trockener Luft ab. Aus technischer Sicht ist diese Durchflussmesser Serie in der Lage, auch feuchte Luft zu messen, solange es nicht zur Kondensation im Sensorkanal kommt. Trotzdem kann die Genauigkeit der Messung abnehmen, da das Instrument auf trockene Luft kalibriert ist und feuchte Luft gemessen wird.

Was Öldämpfe und Staub betrifft, besteht hier potenziell das Risiko, dass das Instrument verstopft. Der innere Aufbau des Gerätes einigermaßen unempfindlich gegenüber Verstopfung durch verschmutze Gase. Das heißt aber nicht, dass Verstopfungen nicht passieren können, daher empfehlen wir dringend dein Einsatz von Filtern vor dem Geräteeingang, wenn Sie mit verschmutzten Gasen arbeiten.

4) Wie oft sollten die Instrumente kalibriert werden?

Massendurchflussmesser bzw. Massendurchflussregler unterliegen wie alle Prozessinstrumente abhängig von den Einsatzbedingungen einem gewissen Verschleiß. Temperaturen, Drift elektronischer Bauteile, Kontaminierungen (die im Laufe der Zeit entstehen) und viele andere Faktoren können die Genauigkeit des Instrumentes beeinflussen.

Ihr Instrument sollte in regelmäßigen Abständen einem Kalibriercheck oder einer Rekalibrierung unterzogen werden Aber wie oft? Abhängig von der Applikation kann ein Intervall 3 Jahre betragen oder auch 3 Monate.

Bronkhorst gibt daher keine die Kalibrierung. Wir schlagen vor, dass unsere Instrumente jedes Jahr kalibriert werden. Jedoch auf der Grundlage der Anwendungsbedingungen und vielleicht Firmenqualitätsverfahren, muss jeder Kunde bestimmen, wann sie ein Instrument zur Rekalibrierung senden müssen. Gut kalibrierte Instrumente sind genauer, verlässlicher, sichern die Konsistenz und ermöglichen größere Produktrenditen.

5) Wie werden die Alarmsignale angeschlossen?

Die digitalen Durchflussmesser verfügen über eine integrierte Alarmfunktionen, die vom Anwender programmiert werden können:

  • Systemfehler
  • Systemwarnungen
  • Min/Max-Alarm
  • Response-Alarm
  • Batch-Alarm
  • Master-Slave-Alarm

Wenn eine Alarmfunktion aktiviert ist, wird der Alarm automatisch ein elektrisches Wechselstromsignal an- oder abschalten. Mit dieser Schaltung können beim Anwender optische oder akustische Warnsignale auslösen, Pumpen aktivieren oder andere Maßnahmen in Gang setzen. Als Standard-Einstellung verfügt die MASS-VIEW-Serie zwei Alarmsignale, die über ein Rela7Schaltery verbunden sind.

Eine Seite ist mit der Erdung verbunden (Pin 4 0 Vdc) und die andere Seite ist mit Pin 3 (Alarm high/max) verbunden.

Anschlussplan - digitaler Durchflussmesser
Anschlussplan 1

Das zweite Relay ist ebenfalls an einer Seite mit der Erdung (Pin 4, 0 Vdc) verbunden, die andere Seite ist mit Pin 5 (Alarm low/min) verbunden.

Anschlussplan - digitaler Durchflussmesser
Anschlussplan 2

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